Praxis-Unterricht in der Fahrschule Heese

Die Praxis-Stunden können in Leer oder Cloppenburg absolviert werden.

Führerschein erwerben - der praktische Unterricht

Um in Deutschland eine Fahrerlaubnis, egal in welcher Klasse, zu erhalten, muss eine Ausbildung in einer Fahrschule absolviert werden. Ein Führerschein ohne Fahrschule ist nicht möglich. Teil dieser sind immer Fahrstunden (also der praktische Teil) und Theoriestunden. Davon ist eine bestimmte Anzahl verpflichtend und muss von jedem Führerscheinanwärter absolviert werden.

Im praktischen Teil soll der Auszubildende lernen, wie er ein Kfz fährt und was während der Fahrt zu berücksichtigen ist. Auch Gefahrsituationen werden simuliert und beispielsweise eine Vollbremsung geübt. Die Übungsstunden werden von einem Fahrlehrer betreut.

In der Fahrschule sind Sonderfahrten zu absolvieren. Ohne Nachweis dieser kann der Schüler nicht zur Führerscheinprüfung angemeldet werden.

Pflichtfahrten für den Führerschein

In der Fahrschule müssen zudem Pflichtstunden im praktischen Führerschein-Bereich absolviert werden. Dabei sind die sogenannten „Führerschein-Sonderfahrten“ als Fahrstunden Pflicht. Die restlichen Stunden sind gesetzlich nicht bestimmt bzw. es existiert keine Mindestanzahl.

Je nachdem wie gut sich der Fahranfänger anstellt, können nur wenige Stunden ausreichen, bevor die Sonderfahrten absolviert werden. Allerdings ist es auch keine Schande, wenn mehr „normale Fahrstunden“ gebraucht werden. Es handelt sich schließlich um einen Lernprozess zum Führen eines Fahrzeugs.

Dabei legt der Fahrlehrer den Zeitpunkt fest, ab wann der Schüler bereit ist, diese Pflichtfahrten für den Führerschein zu machen. Er muss die Gewissheit haben, dass die Fähigkeiten des Fahrschülers ausreichend sind, um ihn und andere Verkehrsteilnehmer nicht in Gefahr zu bringen. Folgende Sonderfahrten müssen gefahren werden:

  • Überlandfahrt: Auf dieser Fahrt soll der Prüfling vor allem mit der Fahrt auf Landstraßen vertraut gemacht werden. Dabei soll auf die entsprechende Beschilderung und Geschwindigkeit geachtet werden. Sie dauert etwa fünf Stunden. Somit wird auch das Fahren einer längeren Strecke trainiert.
  • Autobahnfahrt: In der Fahrschule soll auch das Fahren auf der Autobahn geschult werden. Zu diesem Zweck ist die 4-stündige Autobahnfahrt angesetzt. Dabei wird vor allem das Auffahren auf die Autobahn und das Runterfahren geübt.
  • Nachtfahrt: Wie der Name schon verrät, findet diese Fahrt im Dunkeln statt. Dadurch soll der Fahrschüler lernen, die Beleuchtung des Kfz richtig zu überprüfen und zu nutzen. Dabei wird auch, sofern möglich, der Einsatz des Fernlichts geprobt. Die Nachtfahrt ist die kürzeste der Pflichtstunden für den Führerschein. Sie dauert etwa drei Stunden.

Haben Sie diese Fahrten absolviert und die Theorieprüfung bestanden, kann Ihre Fahrschule Sie zur Führerscheinprüfung anmelden. Diese dauert in der Regel 45 Minuten. Lassen Sie sich nicht von Ihrer Nervosität übermannen und versuchen Sie das Gelernte „auf die Straße“ zu bringen. Bestehen Sie die Prüfung, wird Ihnen der Führerschein im Anschluss ausgehändigt.

Theoretische Pflichtstunden für den Führerschein in der Übersicht:

Ausbildungsfahrt** Überlandfahrten Autobahnfahrten Nachtfahrten
A1 A2 A B 5 4 3
A1 auf A2, A1 auf A, A2 auf A 3 2 1
B auf BE, B auf C1, C1 auf C, C1 auf C1E 3 1 1
B auf C, C auf CE 5 2 3
C1 & C1E in gleichzeitigem Ausbildungsgang Solo: 1 | Zug: 3 Solo: 1 | Zug: 1 Solo: 0 | Zug: 2
C & CE in gleichzeitigem Ausbildungsgang Solo: 3 | Zug: 5 Solo: 1 | Zug: 2 Solo: 0 | Zug: 3
*A1 auf A2 und A2 auf A: Vor Ablauf der zweijährigen Frist nach § 15 Absatz 3 der Fahrerlaubnis-Verordnung.
**Eine Fahrstunde entspricht 45 Minuten.

 

(Quelle: www.bussgeldkatalog.org)